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„Wort für die Woche“ - 2. Sonntag nach Ostern (Misericordias Domini, 26.04.2020) - von Pfr. Uwe Ritter

Liebe Gemeindeglieder, liebe Leserinnen und Leser,

an diesem Sonntag geht es in den Texten des Gottesdienstes um Gott oder Christus als den „guten Hirten“. Der Wochenspruch lautet:
Christus spricht: Ich bin der gute Hirte. Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe Ihnen das ewige Leben.
(Johannes 10, 11a. 27-28a)

Der Wochenpsalm ist Psalm 23:
Der Herr ist mein Hirte,
mir wird nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue,
und führet mich zum frischen Wasser.
Er erquicket meine Seele. …

Der Psalm bleibt aber nicht bei dem idyllischen Bild vom Anfang stehen. Nach einigen Versen geht es so weiter: Und ob ich schon wanderte im finstern Tal…
Viele Menschen, die diesen Psalm beten, gehen gerade durch so ein finsteres Tal in ihrem Leben, durch ein Tal des Todes wie es ganz wörtlich übersetzt heißt. Und sie finden Trost beim Sprechen dieser Worte.
In diesem Psalm drückt sich ein großes Vertrauen auf Gott aus: und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück: Was für eine Zuversicht, was für ein Vertrauen spricht aus diesen Worten! Ein Vertrauen, das sich – paradoxerweise – gerade im „finstern Tal“ zeigt.
Und vielleicht hat man gerade noch gezweifelt: Kann ich Gott überhaupt so vertrauen? Aber dann nimmt uns der Psalm mit hinein in seine Bilder und mit hinein in das Vertrauen, das er ausdrückt und wir finden Trost in ihm.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück…
Warum berührt uns gerade dieser Vers so?
Ich erkläre mir das so:
Am Anfang des Psalms, da wird Gott auch schon ganz vertrauensvoll als der Hirte geschildert:
Der HERR ist mein Hirte ...
Er weidet mich auf einer grünen Aue ...
Er erquicket meine Seele ...
Er führet mich auf rechter Straße ...
Das ist aber in der 3. Person, eher beschreibend gesagt. Es wird über Gott gesprochen. Es bleibt immer noch eine gewisse Distanz.
Aber dann kommt das „finstre Tal“:
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück, denn DU bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich.
Der Beter spricht jetzt Gott direkt an, den er vorher nur in der 3. Person beschrieben hat. DU bist bei mir... DU, Herr, bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich, machen mir Mut.
Und ob ich schon wanderte im finstern Tal...
Das finstere Tal, das Tal des Todes, steht für Zeiten, in denen es uns schlecht geht, und vielleicht kann uns dieser Psalm gerade in der schwierigen Corona-Zeit wieder wichtig werden.
Der Volksmund sagt manchmal etwas böse: Wenn’s den Leuten schlecht geht, dann rennen sie in die Kirche. (Was ja zur Zeit noch nicht mal möglich ist, zumindest nicht zu einem Gottesdienst.) 
Vielleicht ist da auch ein bisschen was Wahres dran. Vielleicht können wie es so ausdrücken: In uns allen steckt eine Sehnsucht nach Behütet-Sein. Denn wenn wir einmal in uns hineinhorchen und hineinfühlen und wenn wir dabei ehrlich sind, dann finden wir auch Ängste in uns, auch schon vor der derzeitigen Krisensituation:
Ängste vor bestimmten Situationen, vor bestimmten Begegnungen, bestimmten Menschen; manchmal vielleicht auch eine ganz unbestimmte Angst vor nichts Konkretem, einfach Angst.
Und unsere Ängste, die in uns stecken schüren unsere Sehnsucht nach Behütet-Sein, eine Sehnsucht, die auch unter unseren Masken steckt, die wir im Alltag tragen. Und ich meine damit nicht den Nasen-Mundschutz, den wir ab nächster Woche beim Einkaufen tragen müssen. Ich meine z.B. die Maske: „Ich bin erfolgreich im Beruf, mir kann niemand was anhaben.“
Die Maske: „Ich habe ein sicheres, bequemes und abgesichertes Leben.“
Die Maske: „Ich bin auf niemanden angewiesen. Ich komme mit meinem Leben alleine ganz gut zurecht.“
Gerade angesichts der Bedrohungen durch die Corona-Pandemie werden uns diese Masken sowieso vom Gesicht gerissen, sie zerfallen zu Staub.
Unsere Sehnsucht unter all diesen Masken ist: sich einmal auf jemanden so verlassen zu können, so vertrauen zu können, so sprechen zu können:
Ich fürchte kein Unglück, weil DU bei mir bist. Deine Keule beschützt mich vor allem Bösen, das über mich herfallen will, und dein Stab leitet mich auf dem rechten Weg.

Ich wünsche uns allen, dass wir angesichts der dunklen Täler dieser Zeit, in der wir uns befinden, immer wieder zu so einem Vertrauen finden können!
Möge Gott Sie und Euch begleiten, beschützen und stärken!

Herzliche Grüße
Uwe Ritter, Pfarrer


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